Dienstag, 30. Juni 2015

Let's talk about: Trichotillomanie und warum niemand darüber spricht.

Quelle: Nichtlustig.de


Als ich zehn Jahre alt war, hatte ich die "schlechte Angewohnheit" an meinen Haaren zu kauen, wenn ich mich konzentrierte. Auch zog ich an meinen Haarsträhnen und spielte mit ihnen. Ich konnte nicht die Finger von meinen Haaren lassen. Meine Mutter, resolut wie sie war, reichte es irgendwann und so setzte sie die Schere an meine langen Strähnen. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass ich danach mehr Ähnlichkeit mit einem Jungen hatte. Die Haare kurz geschoren, so dass ich sie nicht mehr fassen konnte. Maximal fünf Zentimeter ließ sie mir, in der Hoffnung ich würde meine Finger von meinen Haaren lassen. Und tatsächlich ließ ich sie in Ruhe. Aber nur solange, wie alles in meinem Leben gut war. Wenn ich gestresst war, fing meine Kopfhaut an zu jucken und ich zupfte und kratzte und zerrte an meinen Strähnen herum, um Linderung zu bekommen. Es half nichts und so musste ich über die Jahre lernen, dass Jucken in Stresssituationen zu ignorieren. Mehr schlecht als recht gelang es mir und erntete häufig auch Schelte von Seiten meiner Mutter. Damals wusste ich nicht, warum sich meine Kopfhaut so aufführte.
Heute weiß ich, dass ich damals schon in meiner Kindheit die Impulskontrollstörung namens Trichotillomanie hatte.

Was ist Trichotillomanie?

Bei der Trichotillomanie (kurz Trich) handelt es sich um eine komplexe Impulskontrollstörung, bei dem sich der Betroffene die eigenen Haare ausreißt oder aber auch sich seine Kopfhaut zerkratzt. In den meisten Fällen handelt es sich um Kopfhaare, aber auch können die Haare unterschiedlicher Körperregionen (unter anderem Augenbrauen und Wimpern) betroffen sein. In den häufigsten Fall kann es bei den Betroffenen zu Kahlstellen kommen, wobei das nicht immer der Fall sein muss. In vielen Fällen leidet der Betroffene auch unter der Begleiterscheinung "Trichophagie", wobei die Haare verschluckt werden oder aber die Mundgegend berühren muss, bevor sie entsorgt werden.
Schmerzen nehmen die Betroffenen dabei kaum bis gar nicht wahr und wenn sie gefühlt werden, werden sie als angenehm befunden oder aber ignoriert. Auffällig ist, das die Störung in der Zeit der Pubertät zum ersten Mal erscheint, jedoch kann Trichotillomanie in jedem Alter auftreten. Bis jetzt wurden noch nicht geklärt, warum sie am Häufigsten in der Pubertät auftritt. Man vermutet die verändernde Hormonzusammensetzung als einer der Gründe dafür, bewiesen ist dies noch nicht.
Häufig sind auch Depressionen und verschiedene Angststörungen eine der Begleiterkrankungen.
Trotz der vielen Übereinstimmungen mit verschiedenen Zwangsstörungen gehört Trichotillomanie nicht in diese Sparte, da bei Zwangsstörrungen auftretende Zwangshandlungen und Zwangsgedanken als unangenehm und quälend beschrieben werden, während ein Großteiler der an Trichotillomanieerkrankten sich seiner Handlung nicht bewusst sind.
Nur etwa ein Drittel gibt an, einen Drang nach dieser Handlung zu spüren, wie etwa eine Reizung der Kopfhaut oder das Jucken eben dieser. Häufig wird das Rausreißen seiner eigenen Haare auch zum Streßabbau benutzt oder um einem Leergefühl entgegen zu wirken.

Warum habe ich Trichotillomanie?

Bis heute wurde noch kein genauer Grund festgestellt, warum Menschen die Impulskontrollstörung Trichotillomanie haben. Man geht in vielen Einzelfällen davon aus, das es unterschiedliche Auslöser haben kann. Etwa traumatische Erlebnisse in der Kindheit, wie etwa den Tod einer nahestehenden Person, Missbrauch oder andere schwierige Erlebnisse. In vielen Fällen gibt es aber auch subtilere Geschehnisse im Leben, die zu einem verminderten Selbstwertgefühl führen, welches wieder Trichotillomanie auslösen kann.
Ein weiterer Grund kann auch der hohe Streß im Leben der Betroffenen sein.
Neue Studien haben ergeben, dass Trichotillomanie erblich sein kann.

Welche Folgen hat Trichotillomanie?

Wie jede psychische Erkrankung leiden die Betroffenen mehr unter ihrer Störung, als unter ihren Auswirkungen. Oft versuchen Betroffene die auftretenden kahlen Stellen zu verdecken, indem sie sich verschleiern. Auch wird das häufige Ziehen, Zupfen und Drehen der Haare in der Umgebung als lächerlich und störend empfunden. Die Betroffenen versuchen generell jede Situation und Tätigkeit zu vermeiden, die zu einer Entdeckung dieser Störung führen kann. Eine soziale Selbstisolation der Betroffenen kann die Folge sein.
Eine der seltenen Komplikationen kann für die Betroffenen, die unter der Nebenkrankheit Trichophagie leiden, das Verschlucken der Haare sein. Das Sammeln der Haare im Magen kann zu einem Darmverschluss führen. Dies wird als das Rapunzelsyndrom bezeichnet. Häufig kann dies nur mit einer Operation gelöst werden.

Gibt es eine Behandlung?

Eine richtige Behandlung für Trichotillomanie gibt es bis jetzt noch nicht. Eine Prognose ist allerdings im Allgemein immer eine gute Idee. Generell wird eine Minderung des Stressniveaus empfohlen. Dies kann durch Entspannungstechniken, wie Meditation, Autogenes Training oder Muskelentspannung erzielt werden.
Liegt eine schwere Beeinträchtigung der Lebensqualität oder aber eine sehr schwere Isolation vor, so wird eine psychotherapeutische Behandlung empfohlen. Ebenso eine medikamentöse Maßnahme.

Ich habe jemand in meinem Umfeld, der an Trichotillomanie leidet. Was kann ich tun?

Erst einmal solltest du ihn nicht anders behandeln, nur weil du weißt, was Trichotillomanie ist. Generell ist ein Gespräch in aller Ruhe, indem du ihm sagt, dass dich das absolut nicht stört, eine gute Sache. Ansonsten gilt immer das Wörtchen "Geduld". Geduld mit ihm oder ihr. Jeder Mensch öffnet sich selber, wann er möchte und spricht auch darüber, wann er möchte. Provoziere ihn nicht, indem du ihm Namen hinterher ruft, die ihn verletzten könnten. Das würde die Sache nur schlimmer machen!

Ich habe Trichotillomanie! Was kann ich tun?

Am besten ist es, wenn du mit einem Arzt darüber sprichst. Suche dir einen Arzt, der beschult in Impulskontrollstörungen ist und lass dich beraten und dir helfen. Versuche deinen Stress zu reduzieren und dich am Tag auch zu entspannen. Weiterhin hilft Vaseline in deinen Haare und an deinen Fingern. Das hilft gegen das Ziehen. Weiterhin hilft das Tragen von Tüchern und Perücken, sowie das Tragen von leichten Wollhandschuhen.
Weitere Tipps und Tricks für dich in deinem Alltag findest du >>hier<<. Ansonsten kann ich dir noch einen persönlichen Rat geben: Jeder Mensch hat schlechte Tage. Ärgere dich nicht darüber, dass ein Tag nicht so gelaufen ist, wie du wolltest und du dich wieder beim Reißen erwischt hast. Versuche jeden Tag dein dir Bestes.

Weitere Links zum Thema Trichotillomanie findet ihr hier:

- Michaela

Montag, 29. Juni 2015

Allzeit-Wünsche

Wünsche hat doch jeder von uns, oder? Große Wünsche, kleine Wünsche, riesen Wünsche, Mäuschenwünsche. Ob nun mental oder materialistisch, der Mensch wünscht. Und da ich immer wieder gefragt werde, was ich mir denn wünsche, habe ich mir mal Gedanken gemacht. Vorbei mit dem dämlichen Rumgerate, Leute! Hier könnt ihr mal drauf schauen ☻.
1. Ein Schwangerschaftsshirt, denn langsam wird die Kugel größer. Klar! Das Heinzelmännchen im Bauch wächst und wächst und das soll es auch. Allerdings werden all meine Tshirts so langsam bauchfrei. Umstandskleidung muss her. Passend, funktionell und schick soll sie bitte sein. Gar nicht so einfach...

2. Eine Uhr. Sonst habe ich immer mein Handy mit, aber ich bin so flusig mit dem, dass das häufig mal nicht aufgeladen ist. Darum muss eine Uhr angeschafft werden. In Silber bitte und schick. Am liebsten mag ich breite Uhren. Zierliche sehen bei meinen großen Händen einfach blöd aus. 

3. Ein Tangle. Wer die Tangles nicht kennt, hier eine kurze Beschreibung: Ein Tangle ist ein Streßspielzeug, bei dem man die Oberflächen unterschiedlich drehen kann. Oftmals haben die drehbaren Oberflächen auch andere Texturen. 
Am schönsten finde ich die Metallicreihe, macht so richtig was her. Am liebsten hätte ich einen in Silber.

4. Zombillennium! Ein französischer Comic aus dem Hause Ehepa. Wer Skip the use kennt, kennt auch den Comic. Für alle die es nicht kennen, ihr habt was verpasst! Hier könnt ihr es nachholen.

5. Faber Castells Polychromos. Hrhrhr. Was Dior und Chanel im Makeup und Modebereich sind, sind die Polychromos in der Künstlerszene. Ich sabbere jedes Mal bei Karstadt, wenn ich vor ihnen stehe. Mag haben, mag haben, mag haben!

6. Kerzenständer von H&M. Ich liebe das Design. Wirklich. Es ist so schlicht und toll ☻ 

Eigentlich ziemlich bescheiden oder? Vieles davon wünsche ich mir schon länger, manches kürzer. Vielleicht kommt ja irgendwann der Tag und ich darf mit neuen Wünschen hier ankommen ♥

- Michaela


Freitag, 26. Juni 2015

[LoveWins] USA folgt Irlands Beispiel

Vor 2 Stunden verkündete die USA, dass nun die gleichgeschlechtliche Ehe in all' ihren Staaten erlaubt ist.
Hut ab, Amerika davor.
Mir stellt sich nur die Frage, warum Deutschland das nicht schafft. Sind wir so verbohrt, prüde und konservativ, dass wir das nicht hinbekommen?
Oder haben all die Politiker Angst Stimmen zu verlieren, wenn sie die "Ehe für Alle" unterstützen?
Mich stimmt das ziemlich traurig. Es sollte jedem frei stehen zu lieben und zu heiraten wen er oder sie will. Und nicht wen die Politiker als würdig erachten.


[TAG dir's] 50 Fakten über mich


Im Internet  kursieren ja allerhand TAG's herum und schwanken immer mal wieder von dämlich bis hin zu lustig. Den 50 Fakts about me TAG finde ich persönlich aber am Besten! Darum musste ich auch gleich mitmachen.

1. Ich bin Linkshänder und auch sehr stolz darauf. Umso trauriger war ich, dass mein Sohnemann dieses Gen nicht geerbt hat. Vielleicht klappt es ja beim Nächsten :D!

2. Ich bin ein Serienjunkie. Wirklich... Meistens habe ich auch eher zum Putzen eine Serie an, als Musik. Und ich wünschte, ich hätte einen Laptop, damit ich auch beim Abwasch Serien schauen kann.

3. Ich finde meine Naturhaarfarbe einfach nur langweilig. Blond ist nicht so meine Farbe.

4. Meine Haare färbe ich mir schon seit über 12 Jahren. Mit 13 habe ich das erste Mal angefangen. Mittlerweile habe ich auch fast alle Farben durch.

5. Am Liebsten mag ich weiße Möbel und Pastellfarben dazu.

6. Ich streiche meine Möbel selber um und ändere sie mir so lange, bis sie mir gefallen.

7. Ich glaube nicht an Horoskope.

8. Durch meine Mann bin ich auf Comics gekommen.

9. In meiner Freizeit male ich gerne und viel mit Öl- und Aquarellfarben.

10. Mit 16 hätte ich einmal fast ein Kunststipendium bekommen. Allerdings war meine Mutter dagegen und ich habe ihr es noch immer nicht verziehen.

11. Wenn mich ein Film begeistert, zitiere ich gerne aus ihm und schaue ihn mir mindestens 999x danach an. Im Moment fesselt mich The Kingsmen.



12. Ich besitze einen Tumblr-Account und einen Tumblr-Blog.

13. Ich werde euch niemals von dem die URL sagen :D!

14. Serien schaue ich mir am Liebsten in Englisch an.

15. Ich spreche 3 Sprachen mittlerweile fließend. Eine davon (Französisch) habe ich mir selber beigebracht. Aktuell übe ich mich im Spanisch.

16. Manchmal fällt mir nur das englische Wort für etwas ein, was meinem Mann immer sehr amüsiert.

17. Ich habe furchtbaren Heuschnupfen und eine Hausstauballergie. Darum kann ich den Frühling nicht leiden.

18. Als Kind war ich auf 4 Kuren. Ich habe jede einzelne davon gehasst.

19. Ich habe eine ältere Schwester, die ich als Kind immer nur "Sanna" genannt habe. Sie nannte mich immer nur "Michel".

20. Es hat 24 Jahre gedauert, bis ich mich an meinem Namen gewöhnt habe.

21. Mein Handy ist ein Iphone 4, bei dem ich eigentlich nur die Musik- und Fotofunktion nutze.

22. Ich hasse telefonieren.

23. Noch schlimmer finde ich es zu skypen. Ich weiß meistens nie, was ich dann sagen soll.

24. Seit ich klein bin, habe ich chronische Rückenschmerzen, weil meine ehemalige Sportlehrerin ihn mir damals kaputt gemacht hat.

25. Als Teenager wurde ich stark gemobbt. Heute kann ich sowas nicht mit ansehen und muss dann eingreifen.

26. Ich bin leicht zu unterhalten. Wirklich leicht...

27. Manchmal glaube ich, ich hätte ein Mann werden sollen. Mit Frauen komme ich nämlich selten klar. Meistens verstehe ich sie nämlich nicht.

28. Ich bewundere immer all die ordentlichen Wohnungen meiner Familie und egal wie sehr ich mich anstrenge: Bei mir sieht das nie so aus.

29. Wäsche waschen und Abwaschen sind meine Hassaufgaben im Haushalt.

30. Bevor ich verheiratet war, habe ich nie vorher wirklich gekocht. Mittlerweile liebe ich es!

31. Mit 18 bin ich mit 2 Freunden mal zur Leipziger Buchmesse gewesen. Allerdings sind wir mit den Regionalbahnen dort hingefahren und waren 8 Stunden unterwegs dahin. Zurück haben wir 10(!!!) gebraucht.

32. Als ich frisch 18 war, habe ich mir aus Trotz meine Haare schwarz gefärbt, weil ich das nie bei meiner Mutter durfte.

33. Ich habe Punkt 32 nie bereut :).

34. Ich laufe immer barfuß. Socken und Hausschuhe kann ich nicht leiden.

35. Meine Familie ist deshalb auch immer besorgt, dass ich mich deshalb erkälte irgendwann :D.

36. Ich kann keine Hosen bügeln. Egal wie sehr ich das versuche.

37. Ich habe eine Laktoseintoleranz und bis vor kurzen auch eine Weizenunverträglichkeit. Durch meine Schwangerschaft hat sich die Letztere verbessert und ehrlich gesagt, ich fürchte mich davor, dass sie irgendwann nach der Geburt wieder kommen wird.

38. Seit über 15 Jahren schreibe ich nun Rollenspiele. Angefangen habe ich mit einem College-block und einer Freundin.

39. Ich spiele gerne Onlinespiele.

40. Ich kann Traktor und Gabelstapler fahren und habe für beides sogar einen Führerschein. Allerdings habe ich kein Autoführerschein...

41. Ich saß bereits mit 4 Jahren hinter dem Lenkrad eines LKWs.

42. In dem Alter fing ich auch einen lebenden Fuchs und habe ihn stolz meinem Opa präsentiert. Meine Oma bekam dadurch fast einen Herzinfarkt...



43. Als Kind habe ich mich lieber geprügelt und draußen auf der Wiese gespielt, anstatt Kaffeekränzchen zu halten.

44. Ich wurde zwar in Hamburg geboren, habe aber die ersten sieben Jahre fast ausschließlich in Ostfriesland gelebt. Deshalb empfinde ich Hamburg auch nicht als meine Heimat.

45. Ich bin stolz auf jede meiner Entscheidungen. Egal wie dumm sie waren. Eben weil sie mich geprägt haben.

46. Momentan wird bei uns am Haus gebaut und der Lärm triebt mich manchmal in den Wahnsinn.

47. Vor allem wenn ich telefonieren muss!

48. Ich kann Bier nicht ausstehen und trinke am Liebsten (im Alkoholischen Fall) Cocktails.

49. Ich bin schlecht in Kopfrechnen. So! Nun ist es raus.

50. Ich bin gerade sehr froh, dass ich durch bin...



Dienstag, 23. Juni 2015

[Serientipp] iZombie - Denn sie leben unter uns!



Hallo und Herzlich Willkommen!

Stell dir mal vor, du gehst ahnungslos zu einer Party und wachst als ein Zombie auf. Statt unbändigen Hunger auf Cocktails und Döner magst du auf einmal nur Hirn mit scharfer Soße essen.
Irre? Ja! Aber genial.



Denn genauso beginnt die neue Serie "iZombie" aus dem Haus CW, die ihre Prämiere am 17. März 2015 gefeiert hat. Wer sich nun sagt, das ihm aber der Titel und die folgende Story irgendwie bekannt vorkommt, der mag nicht ganz unrecht liegen, denn iZombie ist eigentlich ein Comic von DC. Geschrieben und gezeichnet von Chris Roberson und Michael Allred. 
Kaum lief die Pilotfolge, schossen auch schon die Einschaltquoten in die Höhe. Insgesamt 2,3 Millionen Zuschauer schauten sich die erste Folge an. Wahnsinn!
Auch die restlichen Folgen erzielten gute Ergebnisse und machten iZombie zu einer der momentansten erfolgreichsten Serien, direkt nach The Flash.

Aber worum geht es eigentlich?

Zombies, Zombies, Zombies! Und mitten drin Liv Moore, die eigentlich nur auf eine Party gehen wollte und als Zombie am nächsten Morgen aufwacht. Doch anders als die normalen Zombies im TV, weiß sie noch wer und was sie ist.
Wobei ist die Verlobung zu ihrem Liebsten Major und vorbei ist die Doktorantenstelle im Krankenhaus. Denn Liv muss Gehirn essen, um bei Verstand zu bleiben. Und um diese zu bekommen, nimmt sie eine Stelle in der Gerichtsmedizin an. Schnell freundet sie sich mit ihrem Boss Dr. Riv Chakrabarti an, doch dieser kommt hinter ihren Geheimnis. Liv sieht sich selber schon auf dem Obduktionstisch liegen, doch Riv will ihr helfen, das Zombiesein zu bekämpfen und toleriert es sogar, dass sie ab und zu sich an ihren "Kunden" gütlich tut.  Endlich freien und unbegrenzten Zugang zu Gehirnen? Denkste! Denn das Essen von Gehirnen hat unbekannte Nebenwirkungen. Liv durchlebt den Tod der Menschen hautnah in Visionen und auch ihre Persönlichkeit nähert sich dem an, was ihre Opfer einst waren. Liv kommt zu dem Entschluss, dass sie helfen will die Morde an den Toten aufzuklären und ab da an unterstützt sie den Detektiv Clive Babineaux in seinen Fällen. Und wie? Sie gibt sich als Hellseherin aus. Na, wenn das mal gut geht!
Doch noch denkt Liv, sie ist der einzige überlebende Zombie, bis irgendwann ihr Erschaffer Blaine auftaucht und einen Rattenschwanz Ärger nach sich zieht...

Warum unbedingt anschauen?

Weil Rose Mclver uns nicht nur in "Once upon a time" als Tinkerbell begeistert hat, sondern auch Liv grandios rüber bringt! Zusammen mit einzigartigen schwarzen Humor, einem tollen Bühnenbild und fantastischen schauspielerischen Leistungen macht das "iZombie" zu einer Serie, die jeder Zombie-Fan gesehen haben muss. Und außerdem: Zombies! Wenn das mal nicht überzeugt :).

Derzeit läuft iZombie noch nicht im deutschen Fernsehen, allerdings sicherte sich ProSieben bereits im April die Ausstrahlungsrechte. 


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Sonntag, 21. Juni 2015

Gedankengut #2 Blicke

Nieten, bunte Haare, schwarze Kleidung. Spitze, Tüll, Samt. Chucks, Militärboots, Nietenstiefel. Fledermauskette, Totenköpfe, Augäpfel.
Wenn ich den Sohnemann aus dem Kindergarten abhole, falle ich auf.
Wenn ich einkaufen gehe, falle ich auf.
Wenn ich draußen auf den Kita-Bus warte, falle ich auf.
Ich falle immer auf.
Ich spüre die Blicke in meinen Rücken. Spüre, wie sie über meinen Rock gleiten, an dem Nieten und Ketten hängen. Wie sie über das Samtoberteil gleiten, kurz bei meinem Schmuck Halt machen und schließlich an meinem Haarschmuck verweilen. Ich höre das Getuschel hinter meinem Rücken und die Sätze, die sie mir nach rufen.
Ich trage mein Lieblingsoutfit. Die Sorte, wo ich mich tierisch wohl drin fühle und ich weiß, dass bin ich. Ein langer Rock, eine Lederleggings unter (Wo war nochmal der Sommer?), mein Oberteil mit Samt und Fledermausärmeln. Dazu Nietenschmuck und Nietenhaarreif in meinen Haaren. Nur meine Hausschuhe passen nicht dazu. Aber das ist okay, ich warte ja nur vor der Tür auf dem Bus.
Ich wohne dicht an einem der Brennpunkte meiner Stadt. Etwa 10 Meter Luftlinie trennen uns. Ich falle hier auf. Keiner läuft hier so herum. Selten begegne ich einem Punk.
Die meisten hier hüllen sich in Jogginghosen und bauchfreien Tops. Den Herren möchte ich die Hosen immer gerne nach oben ziehen.
Im Kindergarten nicht anders. Der Sohnemann geht in einen Kindergarten weiter weg. Dort bin ich die jüngste Mutter. Selbst die Erzieher sind alle älter als ich. Gehe ich das Kind abholen, werde ich von Müttern und Erziehern angestarrt. Selbst wenn ich unauffällig gekleidet bin. Meine Jugend und meine Haare stechen raus.
Für die Kinder bin ich immer der Hit. Mit großen Augen bestaunen sie mich und hole ich den Sohnemann aus der Kita ab, so bin ich umringt von Kindern, die mir Fragen stellen oder Dinge erzählen wollen.
Und ich mag das. Ich mag die Neugierde und die Offenheit der Kinder. Und traurig frage ich mich manchmal:
Wann verliert man diese Offenheit fremden Dingen gegenüber und wann begingen wir sie zu kritisieren?"

- Michaela


Quelle Pinterest


Freitag, 19. Juni 2015

Let's talk about: Laktoseintoleranz und warum man sie nicht ignorieren sollte

Quelle: CartoonStock



"Voll intolerant bist du, ey!"

Heute muss ich euch ein furchtbares Geständnis machen. Eines das so furchtbar ist, dass ich mich kaum wage es auszusprechen.
Ich bin nämlich intolerant. Und zwar furchtbar.
Und meine größte Abneigung habe ich der Zielgruppe C12H22011 gegenüber. Und für all die, die nun verwirrt darüber sind, warum ich jetzt über eine Intoleranz sprechen möchte, hier eine kleine Aufklärung.

Bei C12H22011 handelt es sich um die chemische Formel für Laktose. Laktose (auch unter dem Namen Milchzucker bekannt) ist einer der vielen chemischen Bestandteile unserer Milch.
Laktose ist eine kristallähnliche, farblose Substanz, die leicht süßlich schmeckt. Laktose kann man aus vielen Formen von Milch gewinnen (sie ist ein Hauptbestandteil jeder Milch, unter anderem auch der Muttermilch), in Deutschland wird sie allerdings aus Kuhmilch gewonnen. Dabei wird die Süß- oder Sauermolke der Milch erhitzt und die Laktose mit einer chemischen Reaktion von Lipiden, Proteinen und Mineralstoffen befreit, anschließend in einem Vakuum eingeengt und die Lactose einzeln heraus kristallisiert.
Damit der Körper Laktose verwerten kann, muss er in der Verdauung die Zuckersorten D-Galactose und D-Glucose spalten. Hierzu ist das körpereigene Enzym Lactase notwendig.

Warum erzähle ich euch das?

Laktose kommt in vielen unserer Nahrungsmittel vor, weil sie ein günstiges Süßungsmittel ist. Unter anderem wird auch Lakritze mit Laktose versetzt, um diese süßer zu machen.
Nun kommt es aber, dass nicht jeder Mensch auf der Welt das körpereigene Enzym Lactase bilden kann. Gerade im fortgeschrittenen Erwachsenenalter bildet der Körper immer weniger Lactase, so dass der Körper die Laktose nicht mehr aufnehmen und verdauen kann.
Ist dies der Fall, so spricht man von einer Laktoseintoleranz oder einer Laktoseunverträglichkeit.

Warum kann mein Körper keine Lactase bilden?

Es gibt verschiedene Ursachen dafür.
Unter anderem kann ein Laktasemangel (absolute Laktoseintoleranz) durch einen Gendefekt angeboren werden. Dabei handelt es sich aber um eine der selteneren Erbkrankheiten, die ab dem ersten Tag erkennbar ist. Dazu gibt es auch die Variante, wo zwar Lactase gebildet wird im Körper des Säuglings, aber nicht ausreichend genug. Hier spricht man von einer Teil-Intoleranz. Bei dieser kann der Körper nur geringe Mengen von Laktose aufnehmen.

Ein weiterer Grund kann auch der sekundäre (vorrübergehende) Intoleranz sein. Dies ist eine der häufigsten Gründe für ein Lactase-Ungleichgewicht.
Die Ursachen dafür sind zahlreich. Unter anderem kann sie durch eine Erkrankung des Verdauungssystem ausgelöst werden, so wie durch chronische Krankheiten, Medikamenten- und Alkoholmissbrauch. Auch eine Chemotherapie, sowie eine Mangelernährung kann dies auslösen.

Was passiert, wenn ich meine Intoleranz ignorieren und hohe Mengen von Laktose konsumiere?

Abgesehen davon, dass ihr eure Nierenfunktion zerstören könnt dadurch, reagiert euer Körper sehr heftig auf die Einnahme von Laktose. Die häufigsten Folgen davon sind;
- Gliederschmerzen
- Müdigkeit
- Depression
- Magenkrämpfe
- Übelkeit und Erbrechen
- Durchfälle und Blähungen
- Kopfschmerzen
- Schwindelgefühl
- Nervosität und Schlafstörungen
- Akne
- und und und.
Zudem können andauernde Magenprobleme die Magen- und Darmschleimhaut reizen, sodass es zu einer Störung bei der Aufnahme von wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen führen kann, gegenfalls treten auch Infektionen auf.

Woran sehe ich, dass ich eine Intoleranz habe?

In erster Linie kann man eine Selbstdiagnose tätigen. Wer häufig unter den oben aufgelisteten Krankheitssymptomen leidet, kann mit Hilfe einer strikten Keine-Milch-Diät sich selber testen. Dafür verzichtet man über einen längere Dauer auf sämtliche Milchprodukte.
Ein weiterer Test ist die Einnahme von gelösten Milchzucker nach der Diät. Treten innerhalb von wenigen Stunden die Symptome wieder auf, ist ein Gang zum Arzt dringend erforderlich. Denn nur dieser kann eine Laktoseintoleranz zu 100% Wahrscheinlichkeit feststellen.

Ich will aber Milch trinken!

Für Laktoseintolerante gibt es spezielle Milch auf dem Markt, die es mittlerweile in jedem Supermarkt zu finden gibt. Bei der sogenannten Minus-L (Keine Laktose) Milch wird die Laktose durch starkes Erhitzen zerstört. Zudem sollte man auch auf Jogurth, Käse, Butter und co verzichten und lieber zu laktosefreien Lebensmitteln greifen. Jeder gut sortierte Supermarkt bietet extra Regale für Intolerante.
Auch bei Schokolade und anderen Süßstoffen sollte man auch die Inhaltsstoffe achten. Ist Milchzucker enthalten, sollte man sie nicht nehmen. Generell gilt: Alles was Milch enthält, meiden. Ihr tut eurem Körper keinen Gefallen sonst.
Eine Alternative zu der Ernährungsumstellung sind Präparate, die eurem Magen künstliche Lactase zu führen. Diese bindet sich dann mit der Laktose in eurem Körper und zusammen werden sie normal ausgeschieden. Allerdings warnen Ärzte vor diesen Präparaten, da sie keine Dauerlösung sein sollten. Lieber sollte man auf seine Ernährung achten, als Chemie zu schlucken.
Ist man sich nicht sicher, welches Lebensmittel Laktose enthält, so kann man einen Blick auf diese Liste werfen. Alternativ kann man bei dem meisten Lebensmittelherstellern nachfragen.

Wer ansonsten noch Fragen zu seiner Intoleranz hat, dem empfehle ich einen Gang zu seiner Krankenkasse oder einen alternativen Blick auf folgende Links:

http://www.nahrungsmittel-intoleranz.com/laktoseintoleranz-informationen-symptome/laktosegehalte-verschiedener-lebensmittel.html

http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/die-richtige-ernaehrung-bei-laktoseintoleranz-die-mischung-macht-s-a-889209.html

Und natürlich Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Laktoseintoleranz


- Michaela



Fünf Jahre

Heute hat mein Sohnemann Geburtstag. Ganze fünf Jahre wird er schon und freut sich darüber wie blöde.
Verständlich für mich, verständlich für den Herr Ehemann, verständlich für Oma, Opa, dem Kindergarten. Alle freuen sich und ich... Ich komme ins Grübeln.

Fünf Jahre. Fünf Jahre sind nicht nur eine lange Zeit, sie entspricht auch der Zeit, die ich nun meinen Sohnemann an meiner Seite habe. Sie entspricht zudem auch die Zeit, die ich verheiratet bin mit dem Herrn Ehemann.
Hätte man mir vor etwas über sechs Jahren gesagt, dass ich um diese Zeit glücklich und zufrieden sein- und fröhlich Lego aufräumen, Kindermund abputzen und selbst gemalte Bilder in den Himmel loben würde, ich hätte wohl laut gelacht. Sehr laut. Und sehr unglaubwürdig.
Damals habe ich nicht nur auch einen Gedanken daran verschwendet ein Kind zu haben. Geschweige denn, den Herrn Ehemann zu heiraten. Ich hatte andere Pläne. Ich hatte Pläne von Reisen und Freiheit und Luxus.
Eine Familie hieß damals für mich Zwang, weil ich es nicht anders kannte. Und ich war damals furchtbar dämlich.
Heute hat sich mein Blickwinkel auf all die Dinge verschoben. Reisen müssen nicht mehr sein. Zeit mit meiner Familie ist für mich das kostbarste Gut. Freiheit ist für mich fünf Minuten Ruhe und ein gutes Buch mit einer guten Tasse Tee. Luxus ist es mein Sohn zu betrachten, während dieser vertieft in sein Spiel ist.
Fünf Jahre (naja, knapp sechs eigentlich) ist all diese Veränderung her und wenn ich so darüber nachdenke... Ich möchte nichts ändern. Ich möchte meinen nun großen Jungen nicht missen. Ich möchte nicht all die tollen Momente mit meinem Mann verpassen. Ich würde alles Geld dafür hergeben, dass das so bleibt.
Und wisst ihr was?
Auf einmal kommen mir diese fünf Jahre ziemlich kurz vor und mit Stolz betrachte ich mein großes Kind. Kaum glaubend, dass es mein kleines Baby mal war.

- Michaela